Buchbranche & Aktivismus: Minitta Kandlbauer und Susann Hoffmann

Shownotes

Minitta Kandlbauer ist Herstellungsleiterin und Grafikerin bei den Goldegg Verlagen, ausgebildete Fotografin, Antirassismus-Trainerin und Mitgründerin des Vereins "Zwischen den Zeilen – Institut für literarische Diversität und kritisches Denken". Gemeinsam mit ihrer Schwester Melanie schreibt sie außerdem eigene Bücher. Im Gespräch erzählt sie von ihrem aktuellen "Book Retreat" in Nairobi, ihrem neuen Buch "Wer sagt dir, was normal ist?" und dem Volksbegehren Black Voices in Österreich.

Susann Hoffmann hat vor drei Jahren die Buchhandlung Kleinod in Waldenburg gegründet – nach Stationen in Berlin und im Ausland. Sie spricht über ihren Quereinstieg in den Buchhandel, ihre Buchhandlung als "Safe Space" für gesellschaftspolitische Themen und die Reaktionen auf eine Lesung mit Aktivist Jakob Springfeld.

Transkript anzeigen

00:00:00: Kai-Uwe Vogt: Herzlich willkommen zu

00:00:01: Jung und Exzellent, der Show zum Börsenblatt Young Excellence Award.

00:00:06: freu mich wahnsinnig, dass ich mit zwei weiteren Nominierten Runde sprechen kann, nämlich mit MiMinitta Kandelbauer.

00:00:14: Minitta Kandlbauer: Hallo.

00:00:15: Kai-Uwe Vogt: dass du da bist. Hi. Und bei dir würd's mir jetzt ganz, wenn ich in einem Satz sagen sollte, was du alles machst, das krieg ich gar nicht unter und deswegen kommen wir bei dir später drauf, weil du spielst auf so vielen Spielfeldern, das kann nur in der Anmoderation dann schiefgehen. außerdem, äh, nominiert und hier und ich freu mich sehr drüber, Susann Hoffmann, du bist Gründerin der Buchhand, äh, der Buchhandlung Kleinott in Waldenburg. Hi.

00:00:43: Susann Hoffmann: Hallo? Freut mich, dabei zu sein.

00:00:46: Kai-Uwe Vogt: dass unsere Internetverbindungen stabil bleiben. pixelt's hier so ein bisschen, aber das wird uns nicht aufhalten. Börsenblatt Young Excellence Award ist ein Preis, der für engagierte Menschen in der Buchbranche bis 35 Jahre vergeben wird, und zwar von der Börsenvereinsgruppe und Partner ist auch dieses Jahr die Publish.

00:01:08: Wir stellen da zehn Menschen vor, die wirklich was rocken und was bewegen mit Herzblut, mit Energie und auch sehr viel Know-how und, ähm, starken und innovativen Ideen. Äh, das werden wir gleich bisschen kennenlernen und auch euren Weg in die Buchbranche. Und damit nicht ich die ganze Zeit rede, sondern die Menschen, die interessant sind, starten wir mit einem Fragentornado. Da habt ihr 90 Sekunden Zeit, äh, euch gegenseitig, äh, sozusagen zu interviewen und, äh, Fragen zu stellen und, äh, schnell drauf zu antworten. Und da gucken wir mal, wie viel wir unterkriegen. Wer möchte zuerst Fragen stellen?

00:01:50: Minitta Kandlbauer: Soll ich vielleicht starten?

00:01:51: Kai-Uwe Vogt: Susann. Okay, gut. Susann hat

00:01:55: Millisekunde schneller, äh, gezuckt. Okay, Susann, dann 90 Sekunden hast du Zeit

00:02:02: Susann Hoffmann: Minitta, du bist in Kenia. Nairobi ist

00:02:07: Minitta Kandlbauer: Eine der besten Städte der Welt. Muss man besucht haben.

00:02:14: Susann Hoffmann: Flugzeug oder Zug?

00:02:16: Minitta Kandlbauer: Flugzeug? Aber nicht weitersagen, ja?

00:02:22: Susann Hoffmann: Meine bisher interessanteste Reise.

00:02:26: Minitta Kandlbauer: Mh, sehr viele vermutlich, äh, meine erste Reise nach Seoul Es ist aber sehr schwer zu sagen. Oder meine erste Reise?

00:02:37: Ja

00:02:39: Susann Hoffmann: cool. Kaffee oder Club-Mate?

00:02:44: Minitta Kandlbauer: Ich bin ja, ich hab eine ähnliche Frage. Ich bin Team Matcha.

00:02:48: Susann Hoffmann: Aha! Samba oder Wiener Walzer?

00:02:53: Minitta Kandlbauer: Samba. Hab ich aber beides noch nicht getanzt, muss ich ehrlich sagen.

00:02:59: Susann Hoffmann: Ich lese gerade

00:03:02: Minitta Kandlbauer: Sehr viele Bücher. Ähm, mein eigenes tatsächlich vordergründig.

00:03:10: Susann Hoffmann: Cool.

00:03:10: Minitta Kandlbauer: Also "Wer sagt dir, was normal ist?", das lese ich hauptsächlich die ganze Zeit.

00:03:16: Susann Hoffmann: Hab ich auch schon recherchiert. Ich, ähm, 200 Seiten oder 500 Seiten?

00:03:22: Minitta Kandlbauer: Zu einer Zeiten

00:03:25: Susann Hoffmann: Ein gutes Sachbuch für Kinder muss...

00:03:29: Minitta Kandlbauer: Muss in einfacher Sprache sein und Diversität abbilden

00:03:37: Susann Hoffmann: Bilder oder Text?

00:03:41: Minitta Kandlbauer: Bilder. Schwierig.

00:03:43: Kai-Uwe Vogt: Okay, das waren, waren 90 Sekunden. Vielen, äh, vielen Dank. Tolle Fragen auch. Man sieht, äh, Susann hat, äh, tief geschürft. Es gibt, es sind ja Por, äh, Porträts über euch erschienen, äh, und hat sich sehr gut vorbereitet. Wir haben auch erfahren, du bist gerade in Nairobi. Äh, bevor wir jetzt den Spieß umdrehen, äh, und du Susann Fragen stellen darfst, würde mich natürlich auch interessieren, ähm, was machst du da gerade?

00:04:13: Minitta Kandlbauer: Ja, ich versuche ein neues Experiment

00:04:16: Kai-Uwe Vogt: mhm

00:04:18: Minitta Kandlbauer: Ach so, tut mir leid, ich hab dich grad nicht gehört. Ähm, ich mache ein

00:04:22: Book Retreat in Nairobi. Das ist, ähm, meine eigene Erfindung. Ich, ähm, setze gerade mein eigenes Buch „Wer sagte was normal ist", was im September erscheinen wird. Und wir sind gerade in der, ähm, Endphase, die aber noch sehr intensiv ist.

00:04:36: Und dann haben wir eigentlich relativ spontan beschlossen,

00:04:40: Nairobi machen wollen, weil man kann sein Buch ja auch am Strand, ähm, abschließen. Also ist das eigentlich mein erster Arbeitsurlaub überhaupt. Also ich werde dann noch Feedback geben, ob ich das empfehlen kann oder nicht, aber momentan freut es mich grad sehr, dass ich, ähm, bei Sonnenschein in Nairobi arbeiten darf.

00:05:00: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Wie heißt deine Schwester? Melanie,

00:05:03: Minitta Kandlbauer: Genau.

00:05:03: Kai-Uwe Vogt: ich?

00:05:04: Minitta Kandlbauer: Ja, genau, genau. Ich schreib meine Bücher, also ich hab alle Bücher bis jetzt mit meiner Schwester geschrieben

00:05:09: dieses wieder

00:05:13: Kai-Uwe Vogt: Mhm.

00:05:14: Minitta Kandlbauer: stimmt.

00:05:16: Kai-Uwe Vogt: über diese, äh,

00:05:17: sehr enge Beziehung, wie ich glaube, zu erfahren. Aber jetzt ist es erst mal andersrum. Jetzt darfst du, äh, Susann Fragen stellen und auch du hast neunzig Sekunden Zeit und es geht los

00:05:29: Minitta Kandlbauer: Okay. Lesen am Strand mit Sonnenschein oder Lesen im Bett mit Regenwetter

00:05:38: Susann Hoffmann: Strand mit Sonnenschein natürlich

00:05:41: Minitta Kandlbauer: Nach welchem Buch wirst du in deiner Buchhandlung am häufigsten gefragt?

00:05:48: Susann Hoffmann: Mhm, Letztes Jahr war's Altan von Elke Heidenreich.

00:05:53: Minitta Kandlbauer: Ah, sehr schön. Ähm, würdest du Self-published-Bücher in deinem Sortiment aufnehmen?

00:06:00: Susann Hoffmann: Würde ich machen, ja.

00:06:02: Minitta Kandlbauer: Okay, lesen mit Musik oder lieber in Stille, insofern das geht

00:06:08: Susann Hoffmann: Absolut in Stille. Ich, genau, bin sehr schnell ablenkbar.

00:06:12: Minitta Kandlbauer: Sehr schön. An welche Lesung in deiner Buchhandlung erinnerst du dich gerne zurück?

00:06:19: Susann Hoffmann: Ähm, Eine Lesung mit Sarah Klett. Sie ist ähm, Jüdin und hat über die Diversität der israelischen Gesellschaft geschrieben. Das war super einleuchtend

00:06:29: Minitta Kandlbauer: Sehr schön. Ähm, du darfst jetzt einen Buchcharakter aussuchen, der deine Buchhandlung besuchen wird. Wer ist es?

00:06:40: Susann Hoffmann: Oui. ähm, vielleicht, ähm, der Dimitri Kapitelmann in seinem eigenen Buch Russische Spezialitäten.

00:06:51: Minitta Kandlbauer: Ja, schön

00:06:52: Susann Hoffmann: ähm, ähm, Provinz unterwegs ist.

00:06:56: Minitta Kandlbauer: Und was würde die Person bestellen? Also Kaffee, Torte

00:07:02: Susann Hoffmann: Ähm, denke, einen Cappuccino und einen Zupfkuchen.

00:07:08: Minitta Kandlbauer: Sehr schön. Und was ist deine Empfehlung für den Sommer? Also Top-Lieblingstorte oder Lieblingsgetränk

00:07:16: Susann Hoffmann: Ähm, ja, wir haben jetzt Strawberry Iced Matcha, oder andersrum Matcha Iced Strawberry.

00:07:22: Minitta Kandlbauer: Sehr schön, sehr schön. Ähm

00:07:25: Kai-Uwe Vogt: zieht sich durch. Das waren neunzig Sekunden. Ich bin mir sicher, ihr habt noch ganz, ganz viele Fragen auf eurem Zettel. Genau, ich merk auch so eine kleine, äh, Zeitverzögerung wir drin, aber wir kommen jetzt eh noch ins Gespräch miteinander. Äh, wir sind nämlich noch schuldig. Mineta, ich hab gesagt, du machst so viel,

00:07:43: da, dass das gar nicht in eine kurze Anmoderation reinpasst.

00:07:47: Das müssen wir jetzt noch aufklären. Wir haben jetzt schon erfahren, äh, du schreibst Bücher,

00:07:53: zusammen mit deiner, äh, Schwester Melanie. Die sind bisher,

00:07:56: ich, alle bei Leykam erschienen, äh, und oder erscheinen noch, äh, solang es dieses Programm bei Leykam

00:08:02: gibt. Das ist ja auch 'n bisschen, äh, traurig oder ich find's traurig, dass

00:08:07: das, äh, in Zukunft so nicht mehr, äh, dann sein wird.

00:08:11: Äh,

00:08:11: du bist, hast aber noch, äh, andere sozusagen. Du bist einmal Herstellungsleiterin und Grafikerin bei den Goldeck Verlagen.

00:08:21: Ähm, genau, bist damit auch die, äh, dieses Jahr die einzige, äh, Nominierte aus Österreich. Man kann ja auch, äh, aus der Schweiz und

00:08:32: Genau, letztes Jahr gab's zwei, äh, Wienerinnen,

00:08:36: die, äh, Flagge für Österreich hoch. Du bist aber auch, äh, Fotografin, äh, machst das, äh, äh, auf einem Niveau, dass mir die Ohren schlackern. Ich bin ja eigentlich für,

00:08:48: für Fotografie nicht so,

00:08:51: äh, würd ich sagen.

00:08:54: die ich von dir, äh, gesehen habe, das sind ja,

00:08:57: das sind nicht einfach nur so,

00:08:58: Porträtfotos, äh, okay, technisch gut gemacht, sondern das ist,

00:09:02: äh,

00:09:03: das hat, äh, Perspektiven.

00:09:04: Das ist, äh, da, also da spricht die, äh, eine Grafikerin und Designerin draus mit einem Blick, äh,

00:09:15: das sollte sich jeder mal angucken. Äh, Mineta Photography ist das, glaube ich, auf, äh, Instagram. Also wirklich, das sind Kun-Kunstwerke. Äh, mehr sag ich nicht. Ich würd mich sofort, äh, von dir fotografieren lassen.

00:09:27: Minitta Kandlbauer: Das ist sehr lieb. Schön

00:09:30: Kai-Uwe Vogt: genau

00:09:31: äh, nebenbei sozusagen, äh, machst du noch andere Sachen. Also du bist auch noch Antirassismus-Trainerin, äh, und da auch,

00:09:39: äh, ziemlich unterwegs

00:09:41: und du bist Mitgründerin eines Vereins. Den Namen muss ich aber ablehnen, ablesen, weil der ist ziemlich lang, nämlich Zwischen den Zeilen, Institut für literarische Diversität und kritisches

00:09:52: Denken

00:09:53: und da bist du Obfrau. Äh, jetzt mal für die Nicht-Österreicherinnen, was ist denn eine Obfrau?

00:10:00: Minitta Kandlbauer: Grund-- ähm, wir haben theoretisch flache Hierarchien, aber es braucht natürlich in einem Verein aus legalen Gründen verschiedene Rollen.

00:10:11: Chefinnen ja, theor--

00:10:15: jein kann ich nicht tatsächlich sagen. Also ich weiß, dass wir einfach verschiedene Funktionen haben, aber real sind unsere Hierarchien flach und wir sind auch nur drei Menschen, also entscheiden wir trotzdem alles gemeinschaftlich und demokratisch, würd ich sagen.

00:10:31: Kai-Uwe Vogt: äh, Äquivalent, äh, hier in Deutschland wäre dann die, äh, erste Vorsitzende, ne-nehm ich mal an. Ist das

00:10:37: Minitta Kandlbauer: Glaube. Wusste aber gar nicht, dass das andere Begriffe sind. Schon, das

00:10:43: wieder was Neues gelernt

00:10:44: Kai-Uwe Vogt: staune ich auch. Aber ja, dito. Also das ist das, äh, um das mal so ein bisschen abzustecken, äh, auf was für Feldern,

00:10:54: du dich da, äh, bewegst. Ähm,

00:10:57: habt ihr beide gemeinsam, äh, dass ihr selbstständig,

00:11:01: seid. Aber es gibt noch ein paar Gemeinsamkeiten, die ich, äh, gleich mit euch mal herausarbeiten will, Susann. Du hast, äh, vor, ist jetzt das dritte Jahr, hast du deine, äh, Buchhandlung gegründet, sozusagen zurück in die Heimat. Du hast mal in äh, gelebt, bist jetzt in Waldenburg. Ähm,

00:11:20: ich nehme an, das hat was mit der Familienplanung zu tun. Du hast zwei Kinder, die sind so ungefähr in dem Alter, in dem auch meine, äh, beiden Kinder sind.

00:11:27: Äh, deswegen konnte

00:11:28: ich mir das gut merken.

00:11:31: einen Safe Space, äh, geschaffen mit kleinen Ort. Da gibt's auch diesen schönen, äh, Doppel-Doppelsinn in dem, äh, dem Namen. Äh, vorher warst du, äh, Kulturwissenschaftlerin und du hast, äh, auch ganz fleißig, äh, studiert, nämlich, äh, Deutsch als Fremdsprache. Ähm, warst, glaube ich, in dem Bereich auch, äh, tätig und dann kam aber irgendwann sozusagen als der Quereinstieg, äh, über einen Berliner Kiezladen, glaube ich, hat dich diese Idee gepackt: „Ich mache jetzt eine eigene Buchhandlung." War das, war das der Weg?

00:12:10: Susann Hoffmann: Genau, schon ziemlich gut umrissen. Also ich bin hier weg aus Waldenburg mit achtzehn. Ich musste sofort weg. In dem ersten Moment, als ich konnte, bin ich los. weil, ja, so 'ne Kleinstadt eben für junge Menschen ähm, nicht immer das alles bietet, was man sich wünscht.

00:12:26: Ähm, genau, war viel in der Welt unterwegs und in Berlin angedockt und hab zusammen mit anderen Menschen, ähm, gesehen, wir können, ähm, mit nem Geschäft, das nicht nur ein Geschäft ist, sondern Begegnungsort, richtig viel tun für die Nachbarschaft, für die Gemeinschaft. Und wir haben auch gesehen, die Menschen sehnen sich danach. Und, ähm, ja, da... gesammelt und auch Erfolgserlebnisse gesehen und gemerkt, das ist meine Leidenschaft auch, irgendwie Leben an Ort zurückzubringen. oder zu bringen. ähm, als dann unsere Entscheidung fiel, zurück nach Waldenburg zu gehen, weil es hier für die Kinder idyllischer ist, ähm, ja, da kam der Pragmatismus auch ganz, ähm, stark mit.

00:13:10: ähm, hab ich aber gesagt, ich kann hier nicht hingehen, ohne auch etwas zu bewegen. und, ähm, hatte in Berlin schon 'ne gute Freundin, die auch 'ne Buchhandlung aufgebaut hat und da ein bisschen mit lernen und gucken. Und Sprache zieht sich auch so durch meinen Lebenslauf, also ich hatte schon immer eine große für Sprachen ähm, und setze das jetzt hier ähm, mit dem Buchladen in gedruckter Form um.

00:13:37: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Ich muss kurz, äh, kommentieren. MiMinitta hat's grade, äh, rausgehauen aus unserem Meeting, aber ich geh davon aus, sie kommt gleich, äh, wieder rein und wir machen erst mal weiter. Ähm, hast grade angedeutet, äh, Sprache, äh, ist, äh, Sprachen und auch Reisen, glaub ich, äh, haben, äh, in deinem Leben 'ne große Rolle gespielt und tun's wahrscheinlich immer noch.

00:14:02: Äh, also du, äh, bist auch 'ne, äh, Globetrotterin. Da ist MiMinitta auch wieder. Äh, du warst in, äh, ja, gut, dass du wieder da bist.

00:14:12: Du hast noch nix verpasst.

00:14:14: Minitta Kandlbauer: Was hier

00:14:17: Kai-Uwe Vogt: du bist, äh, in Asien unterwegs gewesen, in Südamerika. Du hast, äh, äh, Ausbildungsstationen, äh, in Spanien und in Prag hinter dir und du bist auch

00:14:27: gleich für mehrere Sprachen.

00:14:29: Also neben dem, äh, DaF, Deutsch als Fremdsprache, äh, ist da noch, äh, Englisch und Italienisch spielt bei dir da 'ne Rolle. Ähm, sag mal, wenn du noch, äh, mehr Zeit hättest, was würdest du denn noch für Sprachen lernen? Da steht bestimmt was auf deinem Zettel, nehm ich an.

00:14:46: Susann Hoffmann: Ja, also ich kann eigentlich noch mehr, Äh, die unterrichte ich nur nicht. Ich hab auch Spanisch, Portugiesisch und Tschechisch und Russisch äh, noch studiert. die alle auffrischen, weil mein Gehirn jetzt ganz schön stark dominiert ist von Deutsch, ähm, Italienisch und Englisch. und ich würde erst mal diese anderen vier wieder gut auffrischen. und dann vielleicht, ähm, eine asiatische Sprache lernen. das wär noch mal ne richtige.

00:15:10: Herausforderung.

00:15:11: Kai-Uwe Vogt: Hast du eine spezielle im Blick?

00:15:14: Susann Hoffmann: Mhm. Ich hab eine sie wohnt in China. Das wäre dann irgendwie naheliegend,

00:15:19: Kai-Uwe Vogt: Mhm, Mandarin.

00:15:19: Susann Hoffmann: Mandarin.

00:15:20: zu

00:15:20: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Genau. Gibt ja, gibt ja noch mehr Kantonesisch und weiß ich nicht, aber die meisten lernen, glaub ich, äh, Mandarin. Genau. Äh, ja, also dieses, äh, Engagement, dieses, äh, Interesse eint, äh, euch, glaub ich, äh, beide. Äh, bei Mineta haben wir ja auch gesehen, äh, dass du ein, äh, also ich weiß nicht, wie das alles in euren, äh, Tag und in eure, äh, Gehirne passt.

00:15:44: Das, äh, beeindruckt mich, ähm, wahnsinnig, äh, wie ihr das, äh, macht. Äh,

00:15:51: Mineta, w-wie ist das bei dir? Du hast ja auch, äh,

00:15:54: bei den Ausbildungen, ne. Du bist ja, äh, wirklich auch ausgebildete Fotografin, ne. Fotograf, Fotografin, äh, darf in Deutschland zum Beispiel mittlerweile jeder,

00:16:02: äh, sich nennen, äh, aber du bist das wirklich ausgebildet.

00:16:06: Äh, du, äh, bist ausgebildet in Verlagswirtschaft. Du hast 'n, äh, Master, glaub ich, in, äh, Germanistik. Du bist Buchgestalterin. Ähm, äh, du hast bestimmt noch ganz viele andere, äh, Fortbildungen, äh, die ich jetzt da gar nicht, äh, die ich noch gar nicht aufgezählt hab in anderen Bereichen. Wie, wie passt das, äh, alles und diese ganzen Jobs eigentlich in dein, äh, Leben, äh, rein?

00:16:28: Du musst ja irgendwie dreißig Stunden am Tag arbeiten gefühlt.

00:16:33: Minitta Kandlbauer: Ja,

00:16:36: es für mich leichter

00:16:39: als

00:16:41: ich fühle mich einfach freier,

00:16:45: grad wenn

00:16:53: Beispiel bin

00:16:59: ich mir jetzt

00:17:01: ausdenken

00:17:02: uuum

00:17:05: Herstellungsleiterin bei Goldegg und insofern entlastet mich das sogar und ich liebe es, neue Dinge zu entdecken und mich dann richtig reinzuarbeiten.

00:17:15: Deswegen mache ich auch so gerne Ausbildungen. Sie sind nämlich, ähm, meistens nur einjährige gegensat-- im Gegensatz zum Studium, wo man halt ewig, ewig studiert, um dann einen Abschluss zu bekommen. Deswegen war das auch immer so ein schöner Lichtblick, wenn ich mir überlege: Ah, welche Ausbildung mache ich im nächsten Jahr und dann kann ich im nächsten Jahr schon das. Ähm, dann kann ich

00:17:36: weiß ich,

00:17:36: eine Kamera bedient. Also es macht mir einfach Freude, immer wieder Neues zu entdecken

00:17:43: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Was steht auf deiner Bucket List sozusagen? Würde mir jetzt schwerfallen, mir vorzustellen, dass du jetzt sagst: „Ich bin jetzt fertig."

00:17:53: Minitta Kandlbauer: genau. Also ich schaue mir gerade

00:18:08: kann

00:18:12: und,

00:18:13: ähm, ich möchte eine Weiterbildung machen in einfacher Sprache. Dadurch, dass ich

00:18:19: auseinandersetze, interessiert mich

00:18:22: zwei Tagen mir überlegt: „Hm, welchen Kurs, für welchen

00:18:27: noch im September. Schauen wir mal." Ähm, das ist auch so typisch österreichisch: Schauen wir mal,

00:18:34: sehen. Ähm, nur, nur als Übersetzung: Schauen wir mal. Ähm, und ja, also es sind, es sind schon neue Ausbildungen geplant auf jeden Fall.

00:18:44: Kai-Uwe Vogt: Hört sich auf jeden Fall spannend an. Äh, Susann hat, äh, genickt. Äh, einfache Sprache, ähm,

00:18:52: 'n Thema, äh, auch für dich und deinen Buchladen?

00:18:57: Susann Hoffmann: Jetzt konkret im Buchladen noch nicht, aber durch meine Deutsch als Fremdsprache-Vorgeschichte sehe ich da auf jeden Fall den Bedarf. Ich hätte mir auch gewünscht, ich könnte Bücher, interessante Bücher, mit in den Deutschunterricht nehmen Und wenn da noch mehr geschieht, ähm, ich das richtig gut. Ich habe aber auch genickt, weil ich diese Begeisterungsfähigkeit für neue Dinge absolut teile, Ähm, ich fange auch gern neue Dinge an und muss mich dann manchmal bremsen, erst mal etwas zu Ende zu bringen, bevor ich schon wieder das Neue beginne. Und ja, da, da ähneln wir uns, glaube ich.

00:19:30: Kai-Uwe Vogt: Ja, sehr spannend. Äh, du bist ja Quereinsteigerin, Susanne, äh, und wenn man dann in den Buchhandel kommt, also da gibt's ja, ähm, ganz viele, äh, Sp-- Dinge, die man wissen muss, äh, und Aufgaben, die einen dann so überrollen, ne. Also ich sag nur Schulbuchgeschäft, äh, Remissionen, ähm, äh, ich weiß nicht, wa-was sonst noch alles, äh, passiert.

00:19:54: Inventur, keine Ahnung, ne. Äh, Dinge, die, äh, irgendwie, äh, erledigt werden müssen oder, äh, Klassensatz und, äh,

00:20:02: äh, bestimmte Rabatte und, und, und, und, und, und. Ähm, wie kriegst du das, äh, das hin? War das so 'n bisschen auch Sprung ins kalte Wasser und learning by doing? Wie sattelfest fühlst du dich da?

00:20:17: Susann Hoffmann: Ja, eine Person aus der Buchbranche hatte mir wirklich stark geraten, erst mal noch ein Praktikum oder ein Jahr ähm, in der Buchhandlung zu arbeiten. hab gesagt, nein, ich will mein eigenes Ding machen. Und, ähm... Ja, hab am Anfang Fehler gemacht, ähm, Bücher, äh, da war vielleicht nur noch ein, ein Buch im Lagerbestand des, äh, Bar-Sortiments, äh, und ich wusste nicht, wie ich mir das krallen kann, zum Beispiel, dann war die Kundin enttäuscht, oder, ähm, Ja, jetzt hab ich dieses Jahr richtig intensiv das Schulbuchgeschäft begonnen, hab heute morgen, das war halt meine Morgenbeschäftigung gerade, ähm, fehlerhafte Bestellungen mit dem Verlag abzusprechen, wie machen wir das? Äh, Ich wollte da gerne richtig reinsteigen, mal gucken, nach der diesjährigen Erfahrung, ob ich das dann noch ausbaue oder ob ich's bei den Schulen belasse, die ich grad habe. Aber es macht mir auch Spa-- Spaß, einfach Lösungen zu finden. Ähm, Das hab ich auch gelernt. Es gibt immer wieder Probleme oder Schwierigkeiten, die auftauchen, ähm, aber als Selbstständige lernt man auch nach drei Jahren die Gewissheit, Oh, ich find 'ne Lösung. Ich frag nach, recherchiere, ich find 'ne Lösung.

00:21:21: Mhm,

00:21:22: Kai-Uwe Vogt: oder du bist die Lösung. Du findest oder erfindest, äh, wahrscheinlich die Lösung. Äh, jetzt könnte man, ähm, sagen oder ich, äh, vermute fast, ne, du hast, ähm, in 'nem Porträt geschildert, ne, deine Buchhandlung ist ein, äh, Safe Space. Du zeigst auch, ähm, ähm, politisch sozusagen, äh, ein bisschen Flagge, ähm, äh, gesell-- bei gesellschaftspolitischen Themen.

00:21:46: Ähm, jetzt wissen wir alle, dass die, äh, es in Deutschland, ähm, gerade ziemlich rund geht, äh,

00:21:55: dass man auch schnell, äh, mit

00:21:57: bisschen linken, äh, Ansichten vielleicht, äh, angefeindet, äh,

00:22:02: Ähm,

00:22:03: bist sehr präsent, äh, gegenüber vom Rathaus.

00:22:07: Hast du

00:22:08: d-da Erfahrungen, äh, in dieser Richtung gemacht? Positive, negative?

00:22:15: Susann Hoffmann: Ähm, ja, ich kam aus der Welt. Ich kam aus Berlin mit meinem Mindset, mit meinem demokratischen alternativen -Mindset vielleicht. ähm, Und hab dann, ähm, Jakob Springfeld eingeladen zu 'ner Lesung, weil er hier aus der Region kommt, ähm, er engagiert sich gegen Rechtsextremismus, ähm, ganz stark. Und ich dachte, „Boah, das wär so spannend. Er hat auch zwei Bücher geschrieben, ihn hier einzuladen. und hab gedacht, das ist total normal. Natürlich interessieren sich die Menschen und natürlich... ähm, ist es wichtig, solchen Menschen 'ne Bühne zu bieten. Und äh, merkte dann, dass da ähm, Rathaus von gewissen Teilen der Bevölkerung hier in Waldenburg ein großer Aufschrei kam.

00:22:56: Wie kann man denn jemanden, der so, so, so links ist, ähm, ähm, in unser Stadtzentrum holen? Ähm, Genau, da bin-- war so'n Erweckungsmoment, ähm, wo ich gemerkt hab, boah, die Menschen sind. sind ähm, da sensibel, ähm, möchten vielleicht auch gar nicht angesprochen werden auf politische Dinge. Das war vielleicht der negative Teil der Erfahrungen.

00:23:22: Auf der anderen Seite war die Lesung rappelvoll. so viele Menschen da, die sich über dieses Thema unterhalten, austauschen, von Jakob Springfeld hören wollten, was sind seine Erfahrungen, wie können wir zusammen gegen den Rechtsruck vorgehen. Ähm, und so bin ich eigentlich gestärkt aus dieser Lesung herausgegangen, dass ich auch weiter laut, ähm, meine Werte verteidige und sage, ähm, hier, ähm, einfach 'n, ja, 'n safe space sind, der nicht leise ist und der den Menschen, ähm, 'nen Raum bietet, die sich sonst nicht so gesehen und repräsentiert fühlen im Osten Deutschlands.

00:24:01: Kai-Uwe Vogt: Mhm, genau. Ist 'n Thema, das es nicht nur, äh, leider in Deutschland, äh, gibt. Äh, MiMinitta, du kannst, äh, ein, äh, Lied davon singen. Äh, es gab dieses Volksbegehren, äh, in Österreich 2024, ähm, das es hier, glaub ich, nicht so sehr, äh, leider in die Schlagzeilen, äh, geschafft hat, nämlich die, äh, Black Voices, äh, Bewegung.

00:24:25: Ähm, da warst du, glaub ich, im Rahmen eine-- Da hast du, glaub ich, fotografiert. Äh, da gab's irgendwie auch, äh, Foto, äh, Sessions. Ähm, äh, willst du ganz kurz zusammenfassen, äh, worum's bei dieser, äh, Bewegung, die's ja noch gibt, äh, geht?

00:24:42: Minitta Kandlbauer: Also alles hat

00:24:44: gestartet

00:24:45: Lives Matter. Ähm, da hatte auch unter anderem Mirene Gosso, ähm,

00:24:50: schwarze

00:24:53: dass

00:24:57: was eigentlich, ähm,

00:25:07: sogar schon beschlossen und

00:25:10: und wir

00:25:12: Forderungen

00:25:16: wie ich sage jetzt

00:25:28: Schwester allerdings

00:25:30: das

00:25:35: ähm, hat das Volksbegehren,

00:25:38: ich glaub, da

00:25:40: konnte man zuletzt abstimmen, weil

00:25:43: unserem Buch

00:25:44: auch sehr

00:25:47: um

00:25:51: gescheitert.

00:25:53: Stimmen und

00:26:02: Minitta KandlbauerMinitta Kandlbauer (2): hat

00:26:06: Minitta Kandlbauer: weil

00:26:11: Also

00:26:15: ist.

00:26:17: hat

00:26:20: ist es halt so bei einem Volksbegehren,

00:26:24: also man macht, ich würd jetzt mal sagen, wir haben dieses Volksbegehren auch deshalb gemacht, um einfach mehr Bewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen.

00:26:31: Also wir sind keine Politiker:innen, wir können jetzt keine Gesetze ändern, aber wir können mehr Bewusstsein schaffen.

00:26:38: Kai-Uwe Vogt: Genau, du hast, äh, in deinem Porträt auch, äh, also danke für die, für die Zusammenfassung in dem, äh, diesem Detailgrad. Ähm, in deinem Porträt hast du gesagt, äh,

00:26:49: gut möglich, dass du die einzig

00:26:51: Person, äh, in Österreich im,

00:26:53: äh, Verlagswesen bist, was, äh,

00:26:56: äh, ich bitter, äh, finde. Ähm,

00:27:00: es gibt wahrscheinlich nicht nur die eine einfache, äh, Erklärung, äh, dafür, aber,

00:27:05: äh,

00:27:06: warum, äh, ist das so?

00:27:08: glaube ich, dass in Deutschland hier auch nicht so viel, äh,

00:27:12: besser, äh, aussieht, ne. Ähm, aber, a, was sind deine Erklärungen? Warum, äh, ist das einfach so?

00:27:21: Minitta Kandlbauer: zwar im

00:27:22: Frauen, aber in Bezug

00:27:31: die ich mhm, habe, ist

00:27:40: Deutsch

00:27:47: Es gibt eine

00:27:48: wonach eine Person mit, ähm,

00:27:51: Minitta KandlbauerMinitta Kandlbauer (2): Vornamen, also

00:27:53: Minitta Kandlbauer: benotet wird als eine Person,

00:27:56: ausländisch klingenden Namen hat. Ähm, ich habe auch mit vielen Personen gesprochen, die beispielsweise schwarz sind, ähm,

00:28:04: die gleiche Erfahrung gemacht, nämlich ihre Lehrer*innen, ähm, haben immer angezweifelt, dass sie

00:28:17: eben

00:28:23: setzt,

00:28:25: Minitta KandlbauerMinitta Kandlbauer (2): nicht

00:28:37: Minitta Kandlbauer: sie nicht unbedingt die Sprache

00:28:43: in Verlagen in nicht nur Deutsch. Also ich glaube schon sehr wohl, dass, ähm, eben Bücher auch gelesen werden, wenn sie eben nicht auf Deutsch publiziert werden.

00:29:01: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Ja, vielen, äh, vielen Dank, äh, dafür. Ich würd da jetzt gerne noch viel mehr in die, äh, Länge gehen, aber wir müssen bisschen auf die, äh, auf die Uhr auch achten. Aber, äh, wenn wir beim Thema Bücher, äh, schon sind, wir haben jetzt von, äh, dir und Melanie, äh, schon, äh, kennengelernt „War das jetzt rassistisch?“,

00:29:19: äh, das hast du schon, äh, vorgestellt. Ähm, „Wer sagt dir, was normal ist“, äh,

00:29:25: kommt jetzt, glaub ich. Äh, und, äh, „Gute Nachrichten aus aller Welt“, äh, ist die Nummer drei. Das, äh, will ich erwähnen. Wenn wir grade schon bei Büchern sind, dann kommen jetzt, äh, eure Buchtipps, nämlich ein Buch, das ihr extrem häufig, äh, oder extrem gerne, äh, empfehlt.

00:29:45: Susan, fang du doch mal an. Was hast du uns für 'n Buch mitgebracht?

00:29:51: Susann Hoffmann: Ich habe, ähm, Machen macht Mut von Cecilie Leonhard. Cecilie Leonhard, sie ist, äh, die Mitbegründerin von den Radikalen Töchtern. Und, ähm, sie schreibt darüber, ja, man anfangen kann, zu machen. Das passt sehr gut zu mir, weil ich voll die Macherin bin. Und, ähm, Cecilie, ähm, beschreibt zuerst, dass sie eigentlich, ähm, selber nicht studiert hat und das für sie immer so 'n Ding war, ah, ich kann doch gar nichts bewegen, wenn ich kein Studium hab." Dass man, genau, dass man schon mit ganz, ganz, ja, man kann jeden Moment anfangen, eigentlich etwas zu tun, etwas zu machen. Und, ähm, ein Zitat, eins meiner Lieblingszitate die hier drin ist, Äh, „Hoffnung ist nicht... Das Gegenteil von Optimismus, nein, hoff, ich ich, äh, les es nach, Hoffnung ist nicht das Gegenteil von Realismus, sie ist seine radikalste Form. Ähm, Genau, dieses Buch ist total lesenswert, ähm, praxisnah, lebensnah, bestärkend, Ähm, kostet zwanzig Euro, das ist auch immer so'n guter Preis, find ich, im Buchhandel, erfahrungsgemäß. Ja, und deswegen verschenke ich das gerne, verkauft das auch ziemlich gut hier,

00:30:58: Kai-Uwe Vogt: in welchem Verlag ist das erschienen?

00:31:00: Susann Hoffmann: Aufbau Verlag.

00:31:02: Kai-Uwe Vogt: Frau Verlag. Vielen Dank dafür. Mineta, welches Buch empfiehlst, verschenkst du sehr gerne?

00:31:10: Minitta Kandlbauer: Ich hab tatsächlich kein Lieblingsbuch. Ähm, und ich hab dann auch noch auf meiner Checkliste vor dem Flug gesehen: „Ach, ich muss ja noch ein Buch mitnehmen." Deswegen habe ich mich relativ spontan entschieden und Ain't I a Woman von bell hooks gewählt. Das ist hier leider spiegelverkehrt. Ähm, es ist auch die englische Ausgabe.

00:31:26: Ich lese tatsächlich lieber auf Deutsch. Ich lese auch lieber die Übersetzung, selbst dann, wenn sie

00:31:36: einfach ein

00:31:38: Feminismus und

00:31:41: hooks eben in diesem Buch

00:31:48: Rassismus betroffen

00:31:50: ich halt

00:31:54: finde ich es

00:32:01: nicht

00:32:05: Werk

00:32:10: Also

00:32:19: auch immer

00:32:19: Kai-Uwe Vogt: Mhm.

00:32:20: Minitta Kandlbauer: zitiert,

00:32:28: kann ich

00:32:29: empfehlen.

00:32:31: Kai-Uwe Vogt: Mhm. Vielen Dank. Du hast gesagt, du, äh, empfindest das auf Englisch. Wer ist der englische Verlag?

00:32:39: Minitta Kandlbauer: Route Ledge? Ich glaube, ich hab-- weiß nicht, wie richtig ich das ausspreche. Ähm,

00:32:46: Es gibt vermutlich auch mehrere,

00:32:49: Fassungen

00:32:53: Kai-Uwe Vogt: vielen Dank dafür. Ich könnte stundenlang mit euch weiter, äh, quatschen. Äh, bevor

00:32:59: zu euren

00:33:00: Wünschen

00:33:01: die Buchbranche,

00:33:04: von mir der Hinweis: Die

00:33:06: beim Börsenblatt Young Excellence Award ist geöffnet. Noch bis 15. Juli.

00:33:12: jetzt noch und, ähm,

00:33:14: unbedingt, unbedingt abstimmen.

00:33:17: Jetzt kommen wir zu euren Wünschen an die Branche. Susann, was wünschst du dir für oder von der Buchbranche?

00:33:26: Susann Hoffmann: Ich kenne die Buchbranche ja jetzt erst seit drei Jahren von dieser Seite, von der ähm, Buchhändlerinnen-Seite und habe sie sehr solidarisch kennengelernt. Also, sowohl ähm, von den Verlagen hier, die lokal ansässig sind, ähm, als auch von den Menschen, die ich jetzt im Award kennengelernt habe, auch im Börsenverein, ähm, sehe ich so viel Solidarität, bis hin eben zu der großen Kampagne, die es gab, als der Buchhandlungspreis so komisch behandelt wurde. genau. Also, bleib weiterhin so solidarisch, liebe Buchbranche. und, ähm, unterstütze waghalsige, mutige Projekte, wie meins eines ist. Ähm, ich denke manchmal, ähm, ein bisschen Mut, ein bisschen Verrücktheit tut jeder Branche gut.

00:34:11: Kai-Uwe Vogt: Ja, vielen Dank. Minetta, was wünschst du dir für die Buchbranche?

00:34:17: Minitta Kandlbauer: So, auch ich spreche jetzt für Österreich, aber in Österreich, finde ich, arbeiten besonders nette Menschen in der Buchbranche, die auch sehr offen sind. also ich wünsche mir, dass, ähm, diese Leute auch mehr Weiterbildungen erreichen, da es eben nicht, ähm, teilweise auch wenn's um das Thema Diversität geht, eigentlich nicht, ähm, am Charakter scheitert, sondern eigentlich am fehlenden Zugang zu Wissen, ähm, zu Weiterbildungen. Und da würde ich mir einfach mehr Weiterbildungen im Bereich, ähm, Diskriminierung, vor allem im Bereich Rassismus wünschen.

00:34:53: Kai-Uwe Vogt: Hier ist auch noch dein Applaus. Ich könnte noch drei Stunden, äh, weiter, äh, reden. Ich hab's Gefühl, wir haben ganz viele Sachen nur angepiekst, wo noch ganz viel drin wäre, aber, äh, der, die Show soll ja nicht drei Stunden, äh, gehen. Wir haben uns ja auf jeden Fall bisschen, äh, besser kennengelernt.

00:35:10: Vielen Dank, dass ihr da wart. Vielen Dank für eure Zeit.

00:35:14: Minitta KandlbauerMinitta Kandlbauer (2): Danke

00:35:15: Susann Hoffmann: Danke euch.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.